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Zielbar

Newsletter Ausgabe 7

November/Dezember 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

die digitale Transformation ist ohne jeden Zweifel einer der größten Umwälzungsprozesse in der Geschichte der Menschheit. Und obwohl wir gerade erst am Anfang dieser tief greifenden globalen Entwicklung stehen, ist schon jetzt absehbar, dass sie die Kraft und Dynamik hat, unsere Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur von Grund auf zu verändern. Wenn nicht gar zu erneuern.

Die Unternehmenskommunikation etwa hat schon sehr früh auf das infolge der rasant fortschreitenden Digitalisierung stark veränderte Mediennutzungs- bzw. Kommunikationsverhalten der Menschen reagiert und setzt seit Jahren vermehrt auf inhaltsgetriebenes Marketing. Dies setzt aber nicht nur ein grundlegendes Umdenken in Unternehmen, sondern auch neue Arbeitsweisen und Workflows voraus. Der digitale Wandel gestaltet also auch unsere Kernprozesse um – und dies beileibe nicht nur im Marketing.

Daher haben wir das Thema in unserer alljährlichen Blogparade aufgegriffen und aus naheliegenden Gründen mit dem 500. Jahrestag der Reformation nach Luther verknüpft. Die Gemeinschaftsaktion mit dem Hashtag #digiform läuft seit dem 31. Oktober und dreht sich um die Frage “Was hat uns die ‘digitale Reformation’ gebracht?”. So möchten wir u. a. von euch wissen, wie der digitale Wandel euer Business und eure Kommunikation verändert hat. Da viele von uns noch mitten in der Betaphase stecken, sind eure Teilnehmerbeiträge (bzw. Erfahrungsberichte) ganz gewiss für die gesamte Community von größtem Interesse!

Alle Infos dazu findet ihr in unserem Aufruf zur Blogparade.

Mit besten Grüßen
Andreas Quinkert
Chefredakteur Zielbar

Stefan Schütz

Impuls

Neues Jahr: Strategische Weichenstellung in der Kommunikation

TV-Spots, Print-Anzeigen, Radiobeiträge, Online-Banner oder Ad Campaigns – etwa 100 Tage vor Heiligabend startet Jahr um Jahr die Endjahresrallye der Kommunikationsmittel. Sprich: Unternehmen investieren allerhand Geld, um neue Produkte, Features und Special Editions an die Zielgruppe zu bringen. Geschieht dies im Rahmen einer Content-Strategie und werden unterschiedliche Ressorts gemeinsam aktiv, lässt sich diese Herangehensweise zumindest rechtfertigen. Herrscht dabei allerdings schierer Aktionismus vor (Stichwort: Restbudgets), ist bei der Jahresplanung in Sachen Kommunikation einiges schiefgelaufen.

Public Relations funktionieren so natürlich nicht. Hier gilt es, frühzeitig eine ganzheitliche Planung vorzunehmen: Mediadaten sammeln, Themenpläne sichten, Redaktionspläne vorbereiten, Budgets abstecken, Ressourcen planen usw. – auch für diese grundlegenden Tätigkeiten eignet sich die Vorweihnachtszeit gut. Die Vernetzung zu Journalisten, Influencern, Partnern und vor allem Kunden hingegen ist ein fortlaufender Prozess.

Doch gibt es beim Thema Kundenbindung, Eigen-PR und Networking fernab jeglicher Gewinnspiel-Mechaniken und Verkaufsgespräche ebenfalls einen “besinnlichen” Anknüpfungspunkt: die obligatorischen Weihnachts- und Neujahrsgrüße. Es ist sehr schön zu beobachten, was wenige persönliche Worte – vielleicht eine lustige Anekdote zu gemeinsam bewältigten Herausforderungen – ausrichten können. Wer in diesem Jahr die Chance verpasst, sollte sich das dringend für 2018 vormerken!

Ivana Barić-Gašpar

Trends

Facebook goes TV

Facebook ist groß – sehr groß. Entsprechend enorm ist das Potenzial an Reichweite. Rund zwei Milliarden Menschen sind über dieses soziale Netzwerk verbunden, weit mehr als die Hälfte der registrierten Mitglieder nutzt es täglich.

Video-Inhalte sind dabei besonders beliebt. Ein kurzer Blick in den Newsfeed bestätigt das, und auch immer mehr User – ob privat oder auf Unternehmensseite – setzen mittlerweile auf Live-Videos, die als Format immerhin noch eine zufriedenstellende organische Reichweite bieten. Dabei ist das Potenzial von Video noch lange nicht erschöpft. Kein Wunder also, dass sich Founder und CEO Mark Zuckerberg genau darauf fokussiert.

Mit dem Anfang August 2017 in den USA vorgestellten Service Facebook Watch macht das soziale Netzwerk einen großen Schritt Richtung TV. Watch soll den Usern personalisierte Shows und Serien bieten und sie somit länger im Netzwerk halten. Noch stellt Facebook damit keine Konkurrenz für große TV-Sender dar. Die Betonung liegt aber auf “noch”, denn bereits jetzt sind exklusive Facebook-Serien und Shows im Entstehen.

Personalisierung und Interaktion werden bei diesem neuen Feature im Vordergrund stehen. Wann der Service im deutschsprachigen Raum verfügbar sein wird, ist noch ungewiss. Klar ist jedoch schon jetzt, dass sich mit Facebook Watch neue Spielwiesen für Publisher und Marketer auftun. An dieser Stelle sei nur einmal die Idee von Sponsored oder Branded Shows in den Raum gestellt. In Kombination mit den detaillierten Targeting-Möglichkeiten, die uns Facebook bereits heute bietet, stellt sich für den einen oder anderen Unternehmer womöglich die Frage, ob es überhaupt noch sinnvoll ist, Budgets in klassische Fernsehwerbung zu stecken. Denn nicht nur die Streuverluste wären bei Watch deutlich geringer, auch die Erfolgsmessung wird bei weitem aussagekräftiger.

Facebook ist nicht nur das derzeit größte soziale Netzwerk, es ist zugleich das innovativste soziale Medium mit einem enormen Topf an Nutzer-Verhaltensdaten, die gekonnt für neue Content- und Werbeformate genutzt werden. Welche Entwicklungen das langfristig mit sich bringt, ist schwer abzuschätzen. Sicher ist aber, dass Facebook den Medien- und Werbemarkt durch seinen anhaltenden Tatendrang nicht zur Ruhe kommen lässt. Wir sind gespannt.

Highlights

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Videotipp

Silos im Kopf. Kommunikation braucht Bildung

In dieser Ausgabe von „Gedanken aus dem Agenturalltag“ bezieht sich Stephan Tiersch, Mitglied der Geschäftsleitung bei Kresse & Discher, auf den viel beachteten Zielbar-Gastartikel von Doris Eichmeier. Seine Kernbotschaft: Damit Content-Marketing innerhalb der Unternehmen gelingt, müssen die Teamstrukturen flexibel sein. Also weg vom Silodenken hin zu gegenseitiger Wertschätzung und Zusammenarbeit innerhalb einer funktionierenden Wertschöpfungskette. Dazu gehört Tiersch zufolge auch, nicht zum Spezialistentum zu verdorren und in den Agenturen die Ausbildung neu auszurichten.

Video: Silos im Kopf. Kommunikation braucht Bildung

Magazin

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Marc Ostermann

Meinung

Content-Marketing – oder: „Wann sind wir denn endlich da?“

Warum langfristig denken, wenn es auch kurzfristig geht? Ist doch viel einfacher, und das Schmuckkästchen rund ums Hirn tut dann auch nicht so doll weh. Was diese Erkenntnis mit Content-Marketing zu tun haben soll? Na, alles!

Erst heute hatte ich einen geschätzten Kollegen am Telefon, der stolz davon berichtete, wie er für einen Kunden mit einem Blogbeitrag zu einem wichtigen Keyword ganz vorne bei Google rankt. Quizfrage: Was fragte der Kunde, als er davon erfuhr? Richtig, den Klassiker: „Und was habe ich jetzt davon? Haben wir so schon was verkauft?“

Nein. Denn Stimulus-Response funktioniert vielleicht noch bei Hunden, aber nicht im Marketing.

Klar ist: Content an den relevanten Touchpoints der Customer Journey (hier: Google) zahlt langfristig auf die Unternehmensziele ein. Wie? Durch mehr Besucher, die auf die Website des jeweiligen Unternehmens gelangen, durch die Steigerung der Markenbekanntheit, den Aufbau einer Reputation, positive SEO-Effekte. Et cetera pp.

Das bedeutet: Die Kunden kommen leider etwas später. Kommunikation muss nämlich erst wirken. Und das ist die gute Nachricht. Content wirkt. Langfristig!

Köpfe

Autoren bei Zielbar kurz vorgestellt

Benjamin Brückner
Benjamin Brückner ist Journalist, Blogger und Gründer der Online-Plattform Freelance Start. Nach mehrjährigen Tätigkeiten in Hörfunk- und Fernsehredaktionen veröffentlichte er zwei Bücher und arbeitet unter anderem als Redakteur und Newsletter-Teamleiter bei Zielbar.

Letzter Beitrag: Storytelling im Marketing: Wie Geschichten die Zielgruppen begeistern


Daniela Sprung
Daniela Sprung ist Kommunikationsberaterin, Social Media Managerin und Bloggerin. Sie berät und unterstützt KMU-Mitarbeiter und Selbstständige beim Aufbau ihrer Blogs und der Social-Media-Kanäle und hilft bei Konzeption, Themenfindung und Positionierung. Auf bloggerabc.de beschäftigt sie sich detailliert mit dem Thema Bloggen.

Letzter Beitrag: Employer Branding per Blog: Wie sich Unternehmen als attraktive Arbeitgeber positionieren können

Ausklang

Von nichts kommt bekanntermaßen nichts. Daher möchten wir an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass das Zielbar-Team seit Herbst 2017 auch Agenturleistungen rund um Content & Co. anbietet. Hinzu kommt die Möglichkeit, Sponsored Posts und Bannerwerbung auf unserer Expertenplattform zu platzieren sowie eigene Veranstaltungstermine (kostenpflichtig) im Eventkalender eintragen zu lassen. Auch wir leben schließlich nicht von Luft und Liebe alleine. So schön das auch wäre.

Vielen Dank für eure Zeit und euren Support!

Eure Zielbar-Redaktion

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